Konfliktmediation im Notariat

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Konfliktmediation im Notariat

Konflikte in Notarstellen haben eine besondere Qualität. Die Teams sind klein, die Hierarchien klar, die räumliche Nähe groß. Wer sich nicht versteht, kann sich trotzdem nicht aus dem Weg gehen. Was anderswo vielleicht verdampft, zieht sich hier über Monate. Manchmal über Jahre.

Die Kosten sind hoch: sinkende Produktivität, erhöhte Fehlerquote, Kündigungen, im schlimmsten Fall Mandantenverlust. Forschung zeigt: Ungelöste Konflikte sind einer der stärksten Treiber für Fluktuation und Fehlzeiten. Mediationsverfahren erzielen in über 70 Prozent der Fälle nachhaltige Einigungen (Bollen et al., 2016, International Journal of Conflict Management, DOI: 10.1108/IJCMA-12-2014-0094).

 

Was Mediation ist und was nicht

Mediation ist kein Schlichtungsverfahren, bei dem jemand von außen entscheidet. Ich urteile nicht. Ich ermögliche. Ich steuere den Prozess, sichere den Rahmen und sorge dafür, dass beide Seiten gehört werden und zu einer Lösung kommen, die sie selbst verantworten.

Typische Konstellationen in Notarstellen: Konflikte zwischen Mitarbeitenden, die das gesamte Team belasten. Spannungen zwischen Notar oder Notarin und einer langjährigen Mitarbeiterin. Kommunikationsbrüche nach Veränderungen in der Notarstelle. Und Konflikte, die niemand benennen kann, aber alle spüren.

 

Wie eine Mediation abläuft

Vor Beginn führe ich ein vertrauliches Klärungsgespräch mit Ihnen als Auftraggeber. Ich verstehe die Ausgangslage, höre alle relevanten Seiten und entscheide dann gemeinsam mit Ihnen, ob und wie wir vorgehen.

Die Mediation selbst folgt einem klaren Ablauf: Rahmenklärung und Regeln, Darstellung der Sichtweisen, Klärung der Interessen hinter den Positionen, Entwicklung von Lösungsoptionen, Vereinbarung und Abschluss. Je nach Konfliktumfang dauert das eine Kurzintervention von ein bis zwei Sitzungen oder mehrere Termine à zwei bis zweieinhalb Stunden.

Häufige Fragen

Wenn direkte Gespräche nicht mehr funktionieren. Wenn dieselben Themen immer wieder aufkommen, ohne dass sich etwas ändert. Je früher, desto besser.

Mediation funktioniert nur, wenn alle Beteiligten freiwillig teilnehmen. Ich führe in solchen Fällen zunächst Einzelgespräche, um Widerstände zu verstehen und zu klären, ob eine gemeinsame Bereitschaft hergestellt werden kann.

Ja. Ein Vorgespräch mit der auftraggebenden Person gehört zum Standard.

Vollständig. Was in der Mediation gesprochen wird, bleibt vertraulich, für mich als Mediatorin und für alle Beteiligten untereinander.

Das hängt vom Umfang ab. Im Erstgespräch klären wir die Ausgangslage und ich nenne Ihnen eine realistische Einschätzung. Eine früh eingeleitete Mediation ist fast immer günstiger als ein Konflikt, der eskaliert.

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