Burnoutprävention & Resilienz im Notariat

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Burnoutprävention & Resilienz im Notariat

Notarinnen und Notare sprechen selten über Erschöpfung. Der Beruf verlangt Präzision, Verlässlichkeit und Haftungsverantwortung. Schwäche zeigen passt nicht ins Bild. Und doch: Der Druck ist real, konstant und für viele über Jahre hinweg ohne echte Entlastung.

Haftungsrisiko, Mandantenverantwortung, Mitarbeiterführung, unternehmerische Entscheidungen, das alles gleichzeitig, oft ohne kollegiales Netz, ohne jemanden, dem man wirklich sagen kann, wie es einem geht. Das ist eine Konstellation, die psychische Erschöpfung begünstigt, nicht als persönliches Versagen, sondern als strukturelles Risiko.

Burnout ist klinisch beschrieben und wissenschaftlich gut erforscht. Die WHO hat es 2019 offiziell in die ICD-11 aufgenommen. Maslach & Leiter zeigen, dass Burnout weniger mit individueller Schwäche zusammenhängt als mit strukturellen Missverhältnissen zwischen Anforderungen und Ressourcen (2016, World Psychiatry, DOI: 10.1002/wps.20311).

 

Was ich anbiete

Ich arbeite präventiv und in akuter Erschöpfung, mit Einzelpersonen und mit Teams. Für Notarinnen und Notare persönlich arbeite ich im Coaching. Häufige Themen: das Gefühl, nie fertig zu sein und nie abschalten zu können. Perfektionismus und Kontrollbedürfnis, die früher Stärken waren und jetzt Energie fressen. Und die Frage, was sich strukturell ändern muss, nicht nur persönlich.

Für Teams und Notarstellen biete ich Seminare und Workshops an. Führungskräfte sind oft die letzten, die sich Unterstützung erlauben, und gleichzeitig diejenigen, deren Zustand das gesamte Team beeinflusst. Arnold et al. zeigen, dass die psychische Gesundheit von Führungskräften direkt auf die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden abstrahlt (2007, Journal of Occupational Health Psychology, DOI: 10.1037/1076-8998.12.4.319).

Häufige Fragen

Früher als Sie denken. Burnout entwickelt sich schleichend. Erste Signale: anhaltende Erschöpfung trotz Urlaub, emotionale Distanz zur Arbeit, wachsende Reizbarkeit, das Gefühl, dass die eigene Leistung nicht mehr reicht, egal wie viel man investiert.

Coaching. Ich arbeite mit Menschen, die funktionieren, aber merken, dass es so nicht weitergeht. Wenn eine klinisch relevante psychische Erkrankung vorliegt, sage ich das klar und vermittle weiter.

Diese Frage stellen fast alle. Die Antwort ist: Ja. Wer frühzeitig handelt, bleibt handlungsfähig. Wer zu lange wartet, fällt irgendwann komplett aus. Das eine ist eine Entscheidung, das andere passiert einfach.

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